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[REZENSION] Manuela Inusa – Der kleine Teeladen zum Glück


h a r d  f a c t s

Titel: Der kleine Teeladen zum Glück
Autorin: Manuela Inusa
Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3-7341-0500-5
Seiten: 257
Zusatzmaterial: Leseprobe

K l a p p e n t e  x t

Laurie ist glücklich: Als stolze Besitzerin eines kleinen Teeladens in der romantischen Valerie Lane in Oxford, hat sie ihr Hobby zum Beruf gemacht. In Laurie’s Tea Corner verkauft sie köstliche Teesorten aus aller Welt, dort duftet es herrlich, und die Kunden fühlen sich wohl. Denn das gemütliche Lädchen strahlt genau dieselbe Harmonie und Wärme aus wie Laurie selbst. Nur das mit der Liebe wollte bisher noch nicht so richtig klappen, obwohl Laurie seit Monaten von Barry, ihrem attraktiven Teelieferanten, träumt. Das muss sich schleunigst ändern, finden Lauries beste Freundinnen, und schmieden einen Plan …

L e s e e i n d r ü c k e

Zunächst muss ich erst einmal wieder ein paar Worte über das wunderschön gestaltete Cover sagen. Ist es nicht einfach traumhaft? Dank der liebevollen Gestaltung des Covers tauche ich direkt ab in die kleine schnuckelige Valerie Lane, die dort ansässigen Geschäfte und die damit verbundene Geschichte. Generell ist die Aufmachung des Taschenbuchs sehr schön.
Die kleinen Details, die Teekanne auf der Eingangstür von Lauries Teeladen auf dem Cover findet man an zahlreichen Stellen wieder: Auf der Rückseite des Covers, bei den Danksagungen, bei jedem Kapitelanfang. Sehr schön!
Auch die im Anhang präsentierten Rezepte und Lauries Lieblingtee auf der Innenseite des Covers zum Nachkochen sind ein nettes Gimmick, das ich sehr schätze. Auf diese Art und Weise bin ich beispielsweise schon auf die weltbeste Quark-Öl-Teig-Pizza gestoßen, nämlich als ich meine Mutter besuchte und sie das Lieblingsrezept der Protagonistin des Buches nachbackte, das sie gerade las (es war das Rezept von Mamma Carlotta von Gisa Pauly, danke an dieser Stelle!).
Nachdem mich die Aufmachung des Buches und der Klappentext bereits überzeugen konnten, stürzte ich mich also in den Roman. Und ich muss sagen: Die Geschichte konnte mich von der ersten Seite an überzeugen. Natürlich gehört das Buch zu jener Sparte von Literatur, wo man schon zu Beginn erahnen kann, wie die Geschichte enden wird, doch so what? Eine Geschichte für das Herz, wie ich es gerne liebevoll nenne, war genau das, was ich an jenem Sonntagnachmittag brauchte, als ich das Buch zur Hand nahm und in einem Rutsch durchlas (Ok, das ist sicherlich auch der Kürze des Romans geschuldet).
Im ersten Band der Valerie Lane-Reihe begleiten wird Laurie, die Besitzerin eines kleinen Teeladens in der Valerie Lane durch ihren Alltag. Der Name der Straße geht auf Valerie Bonham zurück, die in der Vergangenheit einen Gemischtwarenladen in eben jener Straße besaß und von den Anwohnern sehr geschätzt wurde. Und genau diesen Charme und diese Herzlichkeit wollen die fünf Ladenbesitzerinnen, die zu Freundinnen werden, bewahren und zwar indem sie – jeder von ihnen durch eine andere Art von Laden – den großen Geschäften der benachbarten Einkaufsstraße trotzen und mit Liebe zu ihrer Tätigkeit das Erbe von Valerie Bonham – die romantische Valerie Lane – mit Leben und Gemütlichkeit füllen.
Und genau das ist es, was ich als Leser spüre, wenn ich mit Laurie den Teeladen betrete. Neben den Düften, die die verschiedenen Teesorten versprühen, die ich beim Lesen förmlich riechen kann, ist es Laurie selbst, die ich sofort in mein Herz schließe. Sie wirkt auf mich sympathisch und vor allem eins: menschlich. Inusa hat mit Laurie keinen Charakter erschaffen, der an irgendeiner Stelle konstruiert wirken würde. Laurie erscheint mir auf jeder Seite des Romans authentisch.
Laurie hat ihr Hobby zum Beruf gemacht – eine Sache, wovon so mancher vermutlich träumt. Auch mit ihrer Standortwahl in der Valerie Lane und den anderen dort ansässigen Geschäften mitsamt ihren Inhaberinnen ist Laurie glücklich. Aber mit der Liebe sollte es in ihrem Leben bisher noch nicht funktionieren. Doch da ist Barry, ihr Teelieferant, der ihr jeden Dienstag ihre Teebestellung liefert und in dessen Gegenwart Laurie immerzu wie ein Honigkuchenpferd grinsen muss und keinen klaren Gedanken mehr fassen kann.
Schon nach dem Klappentext ist klar, dass die Lektüre genau dies für den Leser bereithält: Man fiebert mit Laurie gemeinsam jenem Moment entgegen, an dem aus Barry mehr wird als „nur“ der Teelieferant. Und warum nicht? Inusa zeichnet Barry als sympathischen Charakter, der Laurie immerzu ein Lächeln ins Gesicht zaubern und mich als Leser an einigen Stellen positiv überraschen konnte.

F a z i t

Dieser Roman ist gefüllt mit so viel Herzlichkeit, Wärme und Gemütlichkeit, dass ich als Leser froh bin, einen Abstecher in die Valerie Lane gemacht zu haben, denn der Besuch in Laurie’s Tea Corner machte mich vor allem eines: glücklich. Ich werde sicherlich das ein oder andere abgedruckte Rezept nachkochen, um mich gedanklich wieder in der Valerie Lane in Lauries Teeladen zu befinden. Ein Buch mit hohem Wohlfühl-Faktor. Nach der Lektüre möchte ich nur eines: Unbedingt auch einen Laden in dieser wundervollen Straße eröffnen. Zugegeben, mit seinen 257 Seiten ist der Roman sehr kurz, aber der Abschied von der Valerie Lane ist ja nicht für immer.
Der kleine Teeladen zum Glück ist der erste Band der Valerie Lane-Reihe von Manuela Inusa, kommenden Februar soll der nächste Band unter dem Titel Die Chocolaterie der Träume erscheinen. Bereits in diesem Roman ist eine kleine Leseprobe des Nachfolgers abgedruckt. In diesem soll es um Keira gehen, die Besitzerin der kleinen Chocolaterie in der Valerie Lane, die dem Leser bereits aus dem ersten Band bekannt ist. Eine sehr schöne Idee für eine Reihe, die meiner Meinung – aufgrund des wundervollen Settings – nach Potential hat. Der Auftakt ist mit Laurie’s Tea Corner in jedem Fall mehr als gelungen. Ich bin schon sehr gespannt auf den Nachfolgeband und ahne bereits, dass es nicht bei einer Dilogie bleiben wird, fehlen doch noch die Lädchen von Ruby, Susan und Orchid mitsamt ihrer Geschichte. Es bleibt also spannend in der Valerie Lane!

4/5

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7 Kommentare zu „[REZENSION] Manuela Inusa – Der kleine Teeladen zum Glück

  1. Hi! Dieses Buch möchte ich unbedingt lesen 🙂
    Das Cover finde ich auch echt hübsch und die Geschichte klingt echt schnuckelig!
    Das kommt auf meine Weihnachtswunschliste 😁
    Liebe Grüße
    Lisa

    Gefällt mir

    1. Liebe Lisa,
      es freut mich, dass dich dieses Buch (und auch hoffentlich meine Rezension) überzeugen konnte. Eine gute Idee, das Buch auf die Weihnachts-Wunschliste zu setzen, wie ich finde. Hoffentlich ist das Christkind artig und beschenkt dich damit! Ich kann es kaum erwarten, bis im Januar der nächste Teil erscheint.

      Liebe Grüße,
      Sabrina

      Gefällt 1 Person

      1. Ganz spontan hat mich das Buch von der Aufmachung her und von deiner Beschreibung an „Die kleine Bäckerei am Strandweg“ erinnert. Falls du das noch nicht gelesen hast, kann ich das nur empfehlen 🙂

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      2. Ja, da bin ich völlig deiner Meinung. Mich hat es auch stark daran erinnert und bei der Reihe um die Bäckerei am Strandweg ist ja gerade erst der neue Roman mit dem Weihnachts-Setting veröffentlicht worden und ich bin so versucht dieses Buch zu lesen, ich liebe einfach Weihnachts-Stories. Aber ich habe auch gehört, dass man die Reihe lieber von Anfang an lesen sollte, das hält mich noch ein wenig zurück.
        Aber ich habe die Reihe auf jeden Fall im Hinterkopf und mal sehen, vielleicht schafft sie es nächstes Jahr auf meine Leseliste (Ohgott, das klingt so ewig weit weg und irgendwie ist es auch beängstigend, dass man jetzt schon für nächstes Jahr plant), dann kann ich sie in der Reihenfolge lesen und das Weihnachtsbuch zu Weihnachten.

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      3. Ja, ich warte deshalb mit dem dritten Teil der Reihe noch ein wenig. Die anderen zwei hab ich schon gelesen. Und es macht wirklich mehr Sinn von vorne anzufangen. Sonst ist man auch schon etwas gespoilert.
        Aber noch bin ich nicht genug in Weihnachtsstimmung, um das dritte Buch anzufangen :p

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